Wissenswertes rund ums Kaninchen                                                                                     

Unterschied zwischen Kaninchen und Hasen

Besondere Merkmale der Kaninchen und Hasen

Das kleine Feldhäschen Poppel

Gedicht - Kaninchenzucht

Rezepte mit Kaninchenfleisch


Hase oder Kaninchen ?

Das Kaninchen und der Feldhase wurden oft schon miteinander verwechselt. Selbst die Römer und Griechen schrieben immer wieder dem Kaninchen Eigenschaften des Feldhasen zu und umgekehrt. Beide Arten gehören zwar zur selben Familie der Hasenartigen, sind aber sowohl in der Lebensweise als auch im Körperbau verschieden. Auch wenn das "Europäische Wildkaninchen" (Oryctolagus cuniculus) und der "Europäische Feldhase" (Lepus europaeus) sich rein äußerlich sehr gleichen, so bestehen doch große Unterschiede in der Art der Fortpflanzung und der Lebensweise.  Das ergibt sich aus der unterschiedlichen Chromosomenzahl. Das Kaninchen hat 44 und der Feldhase 48 Chromosomen. Nachwuchszeugung ist damit untereinander ausgeschlossen.

Alle Langohren, die wir aus der Heimtierhaltung kennen, auch wenn sie als Stallhase, Häsin oder Zwerghase bezeichnet werden - sind Kaninchen. Echte Hasen werden nicht als Heimtiere gehalten.

Die Unterschiede werden in der folgenden Tabelle gegenübergestellt.
 

 

Unterschied  zwischen 

   Wildkaninchen und  Feldhase
Der Unterschied
zwischen Hase
und Kaninchen
ist so groß wie der zwischen einem Apfel
und einer Birne.
                 
Wildkaninchen
Oryctolagus cuniculus
Feldhase
Lepus europaeus
Körperbau

 


Klein, gedrungen
Gewicht zwischen 1,5 - 2,5 kg
Fell: Oberseite grau-braun, an der Unterseite weiß. Kurzes Stehohr mit schmalem schwarzem Rand, Ohrlänge ca. 6 bis 8 cm
 
Groß, schlank, langbeinig
Gewicht zwischen 4 - 6 kg
Fell: Oberseite erdbraun (Tarnung), an der Unterseite weiß. Lange Ohren (Löffel) mit schwarzen Rändern, Ohrlänge ca. 12 bis 14 cm.
Große bernsteinfarbene Augen, die seitlich am Kopf sitzen, so dass der Hase nach hinten sehen kann, ohne den Kopf zu drehen.
Lebensweise Graben Erdbauten, in denen sie ruhen und ihre Jungen aufziehen.
Leben auf überschaubarer Fläche.
Lebt in der freien Feldflur. Sein  Ruhelager ist die Sasse, eine flache Erdmulde,
Der Feldhase hat ein sehr großes Revier.
Vorkommen

 

 

Wildkaninchen findet man auf der ganzen Welt. Sie können sich bei günstigen Bedingungen so stark vermehren, dass sie zur Plage werden können. Im Saarland leben Wildkaninchen überall dort, wo die Böden ihnen das Graben leicht machen. Nur der Bliesgau mit seinen schweren Muschelkalkböden und die Wälder im Nordsaarland auf Taunusquarzit sind kaninchenfrei. Aber auch ansonsten ist das Saarland wegen seiner durchweg mittelschweren Böden kein Kaninchenparadies. In Deutschland ist der Feldhase fast flächendeckend verbreitet, aber wegen stetig schwindendem Bestand als gefährdet eingestuft auf der Roten Liste.  
Als ursprünglicher Steppenbewohner ist er ein sehr anpassungsfähiges Tier, das heute in unserer Kulturlandschaft lebt.
Fluchtverhalten Kaninchen sind Fluchttiere, die ihren Feinden meist nach einer kurzen, schnellen Flucht in ihren Bau entkommen. Sie sind Kurzsprinter.

Hasen sind Langsteckenläufer und entkommen ihren Feinden, indem sie schnell und weit laufen.

Fortpflanzung

 

 

pro Jahr 6 bis 7 Würfe mit je etwa 8 nackten und blinden Jungen

je Jahr etwa 4 Würfe mit einem oder mehreren Jungen, die sehend und behaart geboren werden

Geschlechtsreife ab der 10 Lebenswoche mit 7 Monaten
Trächtigkeitsdauer 30 bis 32 Tage 40 bis 42 Tage
Jungtierverhalten Jungen sind Nesthocker Jungen sind Nestflüchter
Sozialverhalten gesellig,
lebt in Kolonien mit Artgenossen
Einzelgänger, nur zur Paarungszeit suchen sie Artgenossen auf.
Chromosomenzahl 44 48
Anatomie Hinterhauptbein ist ein selbständiger Knochen,
myoglobinarmes (= weißes) Fleisch
Hinterhauptbein ist mit dem Scheitelbein verwachsen, myoglobinreiches (= rotes) Fleisch
Wichtig Hauskaninchen mit ihren vielen nach Größe, Farbe und Haarstruktur unterscheidbaren Rassen stammen vom Wildkaninchen ab.
Durch selektive Zucht sind ca. 400 Rassen/Farbenschläge entstanden.
Hasen werden nicht als Haustiere gehalten, sie dürfen auch nicht aus der Natur entnommen werden. Sie stehen unter Naturschutz,  dürfen aber vom 1. Oktober bis zum 15. Januar gejagt werden.
 

Besondere Merkmale der Kaninchen und Hasen

  • Pflanzenfresser. Hasentiere nehmen ausschließlich pflanzliche Nahrung zu sich. Sie bevorzugen Gräser, Kräuter, Feldfrüchte, Getreidepflanzen, Rinde und junge Triebe von Gehölzen.

  • Zahnwachstum. Die Kaninchenzähne sind dazu angepasst, auch harte Nahrung zu zerkleinern. Neben den Backenzähnen haben Hasentiere im Ober- und Unterkiefer die großen vorderen, zum Nagen geeigneten Schneidezähne. Charakteristisch ist die zweite Zahnreihe, kleine Stiftzähnchen, die hinter den beiden Schneidezähnen im Oberkiefer sitzen. Die  Schneidezähne nutzen sich beim Zerkleinern des Futters und den Mahlbewegungen ab, wachsen aber entsprechend ihrer Abnutzung nach, wie spezielle Studien gezeigt haben. Die Abnutzung der Zähne und somit das Zahnwachstum sind von der Struktur und der Härte des Futters abhängig. Bei der Fütterung mit hartem Futter (Körner u.a.) wachsen die Schneidezähne täglich 0,2 bis 0,5 mm und bei der Ernährung mit weichem Futter (Getreideschrot, gekochte Kartoffeln) nur 0,01 - 0,11 mm. Die Backenzähne sind wurzellos.

  • Zahnabnutzung. Wichtig für eine vernünftige Abnutzung der Zähne ist eine kaninchengerechte Ernährung. Gräser, Kräuter und Heu enthalten die wichtige Kieselsäure ebenso wie verschiedene andere Stoffe (z.B. Lignin), die dem Zahnabrieb dienen. Je länger ein Kaninchen zu kauen hat, desto größer ist der Erfolg. Am längsten gekaut werden langfasrige Futtermittel. Frische Gräser und Kräuter sind besonders effektiv für die Abnutzung der Zähne, weil sie lange und viel gekaut werden und von ihrer Struktur und Zusammensetzung den Bedürfnissen des Kaninchens entsprechen. Ohne diese artgerechte Fütterung kann es zu Verdauungsproblemen kommen.
    Neben dem Schmirgeleffekt der kleinen Kieselsäure-Kristalle und dem Gegeneinanderreiben der Zähne beim Kauvorgang können insbesondere die Schneidezähne auch durch das Kaninchen selbst abgenutzt werden. Durch Aufeinanderreiben der Zähne können diese auf die passende Länge geschliffen werden.

  • Caecotrophie. Die Besonderheit des Verdauungsablaufs bei Kaninchen nennt man Caecotrophie. Kaninchen und Hasen scheiden neben den hasentypischen festen Kotbällchen während Ruheperioden eine zweite Form von Kot, den so genannten Blinddarmkot (Caecotrophe), aus. Es sind kleinere, feuchte, in Schleim eingehüllte, schwach geformte Kügelchen, die das Kaninchen regelmäßig schon während der Ausscheidung direkt vom After weg unzerkaut verschluckt. Diese spezielle Form des Kotfressens stellt keine Anomalie dar, sondern ist ein natürliches Verhalten. Der Blinddarmkot versorgt das Kaninchen mit lebensnotwendigen Vitaminen (B12), Wirkstoffen (Niacin, Riboflavin), und Eiweißbausteinen (Aminosäuren). Darüber hinaus fördert der aufgenommene Blinddarmkot die Magen- und Darmverdauung, dient als Transporthilfe und verbessert die Rohfaser- und Proteinverwertung.

    Die aufgenommenen Kotbällchen werden zunächst im vorderen Fundusteil des Magens  gespeichert, wo sie, von einer Membran umhüllt, für mehrere Stunden weiter bakteriell vergoren werden. Dabei entsteht unter anderem Milchsäure. Der Fundus der Tiere fungiert also in ähnlicher Weise wie der Pansen der Wiederkäuer als Gärkammer. Erst später werden die restlichen Caecotrophe nach und nach mit dem übrigen Mageninhalt verdaut.

    Der Vorteil dieses Verhaltens liegt in der besseren Verwertung der Nahrung. Das Material dieser Kügelchen stammt aus dem Blinddarm, wo es bereits einer bakteriellen Vergärung unterworfen wurde. Es ist wesentlich eiweiß-  und bakterienreicher als der normale Kot. Die zweimalige Passage von 80 bis 100 Prozent der Nahrung durch den Darmkanal und die damit verbundene bessere Ausnutzung der von den Bakterien aufgeschlossenen Nahrung ist für die Ernährung der Tiere von entscheidender Bedeutung.

     

  • Fell. Kaninchen besitzen ein ziemlich dichtes, weiches Fell mit vollständig behaarten Füßen. Wir unterscheiden verschiedene Haararten: Unterhaar, Deckhaar, Grannenhaar sowie Tast- und Spürhaar. Auf den Fußsohlen sind die Haare stabiler in der Struktur und im Querschnitt quadratisch. Für das Wildkaninchen ist das erdbraune Fell eine hervorragende Tarnung im verdorrten Gras.

  • Augen. Die seitliche Anordnung der Augen ist typisch für ein Fluchttier, das auf gute Rundumsicht angewiesen ist.

  • Schwanz. Der Schwanz, meist Blume genannt,  ist kurz, behaart und  buschig, beim Pfeifhasen nicht sichtbar.

  • Ohren. Die Ohrmuscheln sind groß, das Gehör ist hoch entwickelt.

  • Gehirn. Das Gehirn ist primitiv.

  • Fluchtschlag. Anders als Nagetiere können Hasentiere mit ihren Vorderpfoten nicht greifen. Dagegen sind sie in der Lage, mit den Hinterpfoten heftige Schläge auszuteilen. Bei Gefahr warnen sie ihre Artgenossen mit dem typischen Schlag der Hinterpfoten auf den Boden (Fluchtschlag).

  • Nasenblinzeln. Eine typische Verhaltensweise ist das Nasenblinzeln. Die mit einer Fellfalte bedeckten Nüstern werden rhythmisch zurückgezogen.

  • Geruchssinn. Durch den feinen Geruchssinn können sich Kaninchen in ihrer Gruppe gegenseitig am Geruch erkennen.

  • Strecken. Hasen und Kaninchen strecken sich wie Raubtiere.


Feldhäschen Poppel erzählt seine Geschichte

Am frühen Morgen des 18. Mai 2002, es ist Pfingstsamstag, ein Rest meiner Nabelschnur ist noch zu fühlen, nimmt mein Schicksal einen außergewöhnlichen Lauf. Riesige, lärmende Mähmaschinen und große Traktoren mit Ladeanhängern fahren unentwegt ihre Bahnen, rauben mir und vielen anderen die lebensnotwendige Deckung, machen unseren Lebensraum von einer auf die andere Stunde unbewohnbar.


18. Mai 2002

Auf der Weide bei der Rinderherde hätte ich noch eine Überlebenschance, aber vor den vielen trampelnden Hufen habe ich ungeheure Angst und flüchte durch den Maschendraht in einen angrenzenden Hausgarten. Dort entdeckt mich im Gras gegen 9.30 Uhr als erstes ein Huhn, das durch sein neugieriges Verhalten den Hausbesitzer auf mich aufmerksam macht. Es ist der Webmaster der Bliesdalheimer Internetseite, die Seite mit dem Dalemer Hasen.


18. Mai 2002

Während ich kurze Zeit später im Wohnzimmer gemütlich auf dem Teppich sitze, wo mir auch der einsetzende Regen nichts anhaben kann, findet meine Pflegefamilie bereits nützliche Informationen im Netz über das Aufpäppeln von jungen Feldhasen von Kerstin Slomianka. Um die Mittagszeit gibt's schon die erste warme Flaschen-Mahlzeit für mich.


19. Mai 2002

Pfingstsonntag. Das Saugen aus der Einwegspritze mit übergestülptem Fahrrad-Ventilschlauch war nur eine Verlegenheitslösung, denn mit dem Trinkfläschchen aus der Tierarztpraxis geht's viel besser. Ein hohes Maß an Geduld habe ich meiner Pflegemutter abverlangt bis ich mich schließlich an den Gummisauger gewöhnt hatte. Die  Katzenaufzucht-Milch schmeckt gar nicht mal so schlecht und Fencheltee bekomme ich auch eingeflößt.


19. Mai 2002

Ein Drittel meines Körpergewichtes soll ich täglich als Milch zu mir nehmen, aufgeteilt in kleine Rationen, die ich alle zwei bis drei Stunden bekomme. Meine Mutter würde mich nur einmal am Tag säugen.
Am Anfang läuft noch einiges daneben wie man sieht, aber es geht von mal zu mal besser. Nach zwei Tagen habe ich 20 Gramm zugenommen, wiege 140 Gramm und bin schon fast so groß wie das Trinkfläschchen  (10 cm).


24. Mai 2002

Der kleine David interessiert sich sehr für mich und hilft auch gerne beim Füttern. Dank meines großen Appetits habe ich mich zu einem guten Trinker entwickelt und sauge stets mein Fläschchen bis auf den letzten Tropfen aus, fünf bis sechs mal am Tag.


24. Mai 2002

Gesund und munter stelle ich meine Lebendigkeit wann immer es geht unter Beweis, in der Wohnung ebenso wie im Wiesengarten. Ansonsten schlafe ich noch viel und finde in meiner kleinen Box die nötige Ruhe.


26. Mai 2004

Genau acht Tage "wohne" ich nun hier und kenne mich in jedem Winkel bestens aus. Mein Gewicht habe ich verdoppelt, wiege 240 Gramm und bin jetzt auch viel größer als mein allerliebstes Milchfläschchen.



7. Juni 2002

Im zarten Alter von drei Wochen, sind meine Löffel schon ganz schön lang gewachsen.  Zusätzlich zu den Milchmahlzeiten fresse ich gerne auch frisches Grün, am liebsten Kleeblätter und -blüten.


13. Juni 2002

Der alt-bewährte Kükenlaufstall wurde für mich hergerichtet, so dass ich mehr an der frischen Luft sein darf. Sennenhündin Sandy beobachtet mich ständig. Ob sie auf mich aufpasst?  


18. Juni 2002

Genau einen Monat lebe ich nun hier wohlbehütet auf dem Rech in Bliesdalheim und bekomme immer noch zwei bis drei mal täglich mein Fläschchen, obwohl die Säugezeit normalerweise jetzt zu Ende geht. Aber die Rationen werden immer kleiner.


20. Juni 2002

Nach belieben kann ich frisches Grün genießen, in jener Wiese, in die ich mich als Winzling gerettet habe. Außerdem bietet der Garten manches was mir besonders gut schmeckt. Ganz gerne fresse ich auch ein paar Getreidekörnchen.


7. Juli 2002

Sandy lässt mich nicht aus den Augen. Gerne würde ich mit ihr über die Wiesen jagen und Haken schlagen. Aber wer weiß, wie das Treiben enden würde?


8. August 2002

Eva, Klara und Darius sehen hin und wieder nach mir und reichen mir frische Löwenzahn- und Kleeblätter, die ich gerne aus der Hand fresse. 


24. August 2002

Wenn Sandy im Haus ist, gehört mir der ganze Garten. So wie heute Abend wieder, da durfte ich nach Herzenslust rennen und alles beschnuppern. David hat sich mit mir gefreut und die Gelegenheit genutzt mich zu füttern und zu streicheln. 

Im September wurde mein Freiheitsdrang immer größer, so dass ich vor allem in den Dämmerungsstunden unentwegt am langen Gartenzaun hin und her lief und eine Lücke suchte. Die Unruhe wurde schließlich so stark, dass meine Pflegefamilie mir die ersehnte Freiheit zurückgegeben hat - mit gemischten Gefühlen, wie ich beim Abschied spüren konnte.

 

Kaninchenzucht       
                                 
von Bern Zinsel, Altenburg

Kaninchenzucht ist sehr schön, doch ich sag es unumwunden,

mit Arbeit ist sie auch verbunden.

Denn Kaninchen, ob groß und klein,

täglich wollen sie gefüttert sein.

Die Arbeit fängt im Frühjahr an,

da ist das Säen und Pflanzen dran.

Denn mit dem schönen Wetter

hoffen die Kaninchen auf zarte Blätter.

Im Juni, ja das wissen wir,

steht die Heumahd vor der Tür.

Ist der Grashalm ausgereift,

man schnell zur scharfen Sense greift.

Wenn dann die Bremsen stechen,

greife sehr schnell zum Rechen.

Denn verdirbt das Heu durch ein Gewitter,

ist das traurig und sehr bitter.

Heu das soll doch trocken sein,

fährt man es in die Scheune ein.

Im Sommer dann, die Luft ist heiß,

da badet man im eignen Schweiß.

Sollen Rüben Erträge bringen,

muss das Hacken dir gelingen.

Und kommt der Urlaub dann heran,

fangen auch schon die Sorgen an.

Fährst du dann fort ganz unbeschwert,

merkt man, wie viel ein Freund ist wert.

Im November, die Ausstellungszeit kommt heran,

sieht man die Tiere dreimal an.

Stimmt nun endlich das Gewicht?

Ist das Fell auch richtig dicht?

Sind die Ohren nicht zu lang?

Bei weißen Büscheln wird mir bang.

Ist der Körperbau sehr schön,

kann man zur nächsten Schau hingehen.

War das Jahr auch nicht so gut,

verlässt uns nie der Züchtermut.

Was wird das neue Jahr uns bringen?

Ein Super-Rammler muss gelingen!

Die Züchtung ist wie eine Sucht.

Fürs neue Jahr

„Gut Zucht!“

 

 

Rezepte

Gerichte, Salate und Beilagen mit Kaninchenfleisch.

Kaninchenfleisch ist eines der wertvollsten "Nebenprodukte" unserer Passion (Dirk Wortmann, Redaktion Kaninchenzeitung)

Für die Zubereitung von Kaninchenfleisch gibt es vielfältige Möglichkeiten. Zahlreiche Rezeptvorschläge bestätigen dies. Angefangen vom Rollbraten über Gulasch, Rouladen, Fleischpfannen, Eintopfgerichte bis hin zur Wurstverarbeitung kann der ausgezeichnete Wohlgeschmack und die hervorragende Würzfähigkeit selbst den Ansprüchen verwöhnter Gaumen gerecht werden.

Kaninchenfleisch ist dunkler als Hähnchen- oder Putenfleisch, jedoch heller als das der Ente oder Gans. Es ist besonders zart. Aufgrund des geringen Bindegewebsanteils bleibt Kaninchenfleisch auch dann noch zart, wenn es länger erhitzt wurde. Hingegen werden Rindersteaks, wenn sie durcherhitzt wurden, also in der Mitte nicht mehr rosa sind, als zäh empfunden.

Wegen seiner ernährungsphysiologischen Vorteile wie geringer Fett- und Cholesteringehalt, hoher Proteingehalt, leichte Verdaulichkeit und Zartheit ist es für die Zubereitung von leicht bekömmlichen Speisen besonders geeignet. Bedeutsam ist der geringe Gehalt an Purinkörpern, der es auch für Menschen, die an Erkrankungen wie Gicht, Gelenkentzündungen, Gefäßverkalkungen usw. leiden, bekömmlich macht. Darauf weist Dr. Manfred Golze im Beitrag "Langzeitstudie belegt hohen Stellenwert des Kaninchenfleisches" erschienen in der Kaninchenzeitung (23. September 2011) besonders hin.

Kaninchenbraten

Zubereitung:
Das Kaninchen mindestens 12 Std. in Buttermilch einlegen. Dann kräftig salzen, pfeffern und mit Senf einreiben. Den Speck im Bräter auslassen und darin das Kaninchen kurz, aber kräftig beidseitig anbraten. Dann einige dünne Streifen Speck auf dem Kaninchen verteilen. Zwiebel und Suppengrün dazu geben. Deckel drauf und bei 220°C ca. 1 1/2 Std. in den Backofen. Zwischendurch gelegentlich mit Bratensatz beschöpfen. Fleisch aus der Form nehmen und warm stellen. Dann für die Soße etwas Mehl anquirlen und mit 1/2 Becher saurer Sahne und 1 TL Senf verrühren. Dieses Gemisch in die Soße geben, unterrühren, nochmals aufkochen lassen und nach Bedarf mit Salz, Pfeffer und etwas Knoblauch abschmecken. Fleisch noch mal kurz hinein und erwärmen. Mit Bandnudeln servieren. (Zeit: 120 Minuten)

Zutaten:

1 Kaninchen
1 Liter Buttermilch
Speck
Mehl
½ Becher saure Sahne
Senf
1 Pck. Suppengrün
Salz
Pfeffer
1 große Zwiebel

Bauernkaninchen

Zubereitung:
Das Kaninchen waschen, trockentupfen, enthäuten, vom Fett befreien, in Portionsstücke schneiden und mit Salz und Pfeffer einreiben. 25 g Butter erhitzen und das Fleisch von allen Seiten gut anbraten. Lorbeerblatt, Thymian und Knoblauch zu dem Fleisch geben, mit etwas von der Brühe auffüllen und etwa 60 Minuten. schmoren lassen. Nach und nach die restliche Brühe angießen. Die Zwiebeln abziehen und würfeln. Die Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Die Tomaten häuten, Stengelansätze entfernen und in Scheiben schneiden. Den Speck in Würfel schneiden, auslassen, den Rest der Butter zugeben und das Gemüse darin andünsten. Das Mehl darüberstäuben und verrühren und alles 20 Min. vor Ende der Garzeit zu dem Kaninchen geben und fertig schmoren. Alles mit Salz, Pfeffer, Zucker und Tomatenmark abschmecken und mit Petersilie bestreuen. (Zeit: 90 Minuten)

Zutaten:
1.5 kg Kaninchen
100 g Butter
250 ml Fleischbrühe
2 mittelgroße Zwiebeln
2 Möhren
5 mittelgroße Tomaten
100 g Speck, durchwachsen
etwas Salz
etwas Pfeffer
1-2 Lorbeerblätter
1 TL Thymian
2 Knoblauch (Zehen)
1 EL Mehl (Weizen)
1 TL Zucker
1 EL Tomatenmark
1 EL Petersilie, gehackt

Kaninchen in Weißweinsahnesoße

Zubereitung:
Den gewürfelten Speck in einer kleinen Pfanne in etwas Butter auslassen, die kleingewürfelte Zwiebel dazugeben und eine Knoblauchzehe dazupressen. Etwas Butter in einem großen Bräter erhitzen, die Keulen von allen Seiten anbraten, Speck und Zwiebeln dazugeben. Mit Essig ablöschen und das Mehl unterrühren. Die restlichen Knoblauchzehen pellen und halbieren und mit der Chili zum Fleisch geben. Den Wein angießen und mit Muskat und Pfeffer würzen. Den Deckel auflegen und bei geringer Hitze 1 Stunde garen. Die Kaninchenkeulen rausnehmen und warm halten. Die Sahne angießen und einköcheln lassen. Die Soße eventuell mit Salz nachwürzen. Die Keulen wieder hinzufügen und dann mit Baguette oder Ciabatta servieren. (Zeit: 80 Minuten)

Zutaten:
4 Stück Kaninchenkeulen
150 g Schinkenspeck, durchwachsen
2 Zwiebeln
4 Zehen Knoblauch, groß
Butter zum Anbraten
1 EL Mehl
400 ml Weiswein, trocken
3 EL Balsamico, weißer
200 ml Sahne
Muskat
Pfeffer, Salz
1 Chilischote,
getrocknet, rot, kleingeschnitten

Kaninchenfilet auf Feldsalat

Zubereitung:
Kaninchenfilets salzen und pfeffern und in einer Pfanne ringsum anbraten, herausnehmen und warm stellen. Apfelstifte sofort mit Zitronensaft beträufeln und mit der Roten Bete und dem Feldsalat mischen. Die Zutaten für die Vinaigrette mischen, mit etwas davon die Salatblätter einpinseln, den Rest unter den Salat mischen. Salat auf den Blättern anrichten, die Kaninchenfilets in dünne Scheiben schneiden und darauf anordnen. Mit dem Bratensaft beträufeln. Dazu passt Baguette. (Zeit: 40 Minuten)

 
Zutaten:
500 g Kaninchenfleisch (Filet)
1 EL Butter Salz Pfeffer, weiß
150 g Rote Beete, geschält, in Streifen
1 Apfel, säuerlich, geschält, gestiftelt
3 EL Zitronensaft
200 g Feldsalat
1 kleiner Frisee Vinaigrette
1 EL Essig, Sherry
2 EL Essig (Himbeere)
6 EL Öl (Oliven)
Salz und Pfeffer

Kaninchen auf italienische Art

Zubereitung:
Das Kaninchen in Stücke schneiden. In einer Pfanne erhitzt man das Öl und Schmalz und läßt die Kaninchenteile bei starker Hitze anbraten. Danach abtropfen lassen und beiseite stellen. Durch einen Fleischwolf oder Moulinette zerkleinert man die Zwiebeln, den Speck, Karotte, Stangensellerie, Petersilie, Majoran, Salami und den Schinken und man brät diese Masse im verbliebenen Bratfett. Dazu kommt Tomatenmark, Pfeffer und Salz. Die Pfanne zudecken und bei kleiner Flamme garen. Ab und zu umrühren. Wenn die Masse fast gar ist, erhöht man die Hitze und läßt alles etwas anbräunen bei offener Pfanne. Die angebratenen Kaninchenteile dazugeben und alles mit Weißwein ablöschen. Danach 1 Stunde garen lassen. (Zeit: 120 Minuten)

Zutaten:
1500 g Kaninchen
150 g Salami
150 g Schinken
200 g Zwiebeln
100 g Karotten
1 Stange Bleichsellerie
1 Zweig Majoran
1 Bund Petersilie
1 TL Tomatenmark
50 g Schmalz
50 g Speck
1 dl Öl (Oliven)
50 g Butter
Salz und Pfeffer
1 Glas Wein, weiß

Geflügelbrühe mit Kaninchen

Zubereitung:
Hühnerklein mit 1 1/4 L Wasser u. 1 TL Salz aufkochen, dann ca. 30 Min. köcheln. Die Brühe durchsieben und abkühlen lassen. Korianderkörner in einer Pfanne ohne Fett rösten, abkühlen. Hähnchenfleisch, 1 EL Korianderblätter, Chili und Korianderkörner fein hacken und mit Eiweiß vermischen. Brühe und Fleischmischung unter vorsichtigem Rühren aufkochen. Bei milder Hitze 20 Min. ziehen lassen. Durch ein feines Tuch gießen. Kaninchenfleisch sehr fein hacken. Zwiebel, Knoblauch u. Ingwer schälen. Alles sowie 1 TL Korianderblättchen fein hacken. Zerkleinerte Zutaten u. Eier verkneten, würzen. Mit feuchten Händen zu Bällchen formen. Im Siebeinsatz über Wasserdampf ca. 5 Min. dämpfen. Brühe erhitzen, in 4 Teller füllen. Bällchen hineingeben. Mit 1 EL Koriander bestreuen.

 

Zutaten:
500 g Hühnerklein, Salz, Pfeffer, schwarz
1 EL Koriander, Samen, ganz
200 g Hähnchenschnitzel
2 EL Koriandergrün
1 TL Koriandergrün
½ Chilischote
2 Eier, davon nur das Eiweiß
200 g Kaninchenfleisch
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauch (Zehen)
1 Stück Ingwer, daumengroß
1 Ei

                           

Kaninchenleber in Sherrysoße

Zubereitung:
Leber von den Verbindungsteilen befreien. In die heiße Pfanne Butter geben, die Leberstücke beidseitig anbraten, kurz vor dem gar werden salzen, pfeffern, mit Sherry aufgießen. Mit Majoran bestreuen und servieren. Dazu serviert man Weißbrot oder Baguette und trockenen Weißwein.

Zutaten:
2 Stück Leber vom Kaninchen
1 EL Butter
Majoran
Salz
Pfeffer
6 cl Sherry

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